18. Oktober - Jahrestag des Liebesbündnisses von Pater Josef Kentenich

In der Marienkapelle der Pfarrkirche St. Martin in Ochtendung fand am 18. Oktober nach der Samstagabendmesse, im Gedenken an das Liebesbündnis von Pater Josef Kentenich an Maria, die „dreimal wunderbare Mutter“ Gottes eine Marienandacht statt. Sie wurde geleitet von den Herren Edgar Leggewie und Werner Welling. Es wurden Texte aus dem Bündnisbrief im Wechsel mit der Gemeinde gelesen und Marienlieder gesungen.

Der 18. Oktober 1914 geht als Meilenstein in die Geschichte Schönstatts ein. Wach für die Zeichen der Zeit und feinhörig für die besonderen Absichten Gottes, schließt Pater Kentenich in der Kapelle zu Schönstatt - zusammen mit einer kleinen Schar Gymnasiasten - ein Liebesbündnis mit der Gottesmutter. Es ist Anfang und bleibende Grundlage für das heute weltweit verbreitete Schönstattwerk.

In der Gemarkung „In den Berghecken“ steht weit sichtbar die Ochtendunger Schönstatt Kapelle. Die Anregung zum Bau der Kapelle wurde 1954 von Pfarrer Georg Scheid gegeben. Der erste Antrag zum Bau wurde abgelehnt. Darauf hin entstand statt einer Kapelle ein Bildstock. Es dauerte noch bis 1967 bis die Baugenehmigung, die erneut eingereicht wurde vorlag. Dann ging es schnell. In Gemeinschaftsarbeit vieler Ochtendunger Bürger und Vereine wurde der Bau durchgeführt. Es war am 29.11.1967 als das „MTA-Bild“ angebracht wurde. Dem persönlichen Einsatz von Werner Deres ist es zu verdanken, dass am 23.09.1979 die feierliche Altarsegnung durch Dechant Helmut Schmid und Schönstatt Pater Klaus Brauntzen vollzogen werden konnte.

Viele Ochtendunger haben „IHR“ Kapellchen ins Herz geschlossen und sich immer wieder für Erhaltungs- und Renovierungsmaßnahmen eingesetzt. Zum Beispiel: Die Katholische Frauengemeinschaft Ochtendung hat sich 1998 für eine Innen- und Außenrenovierung eingesetzt. Der Obst- und Gartenbauverein hat die alten Außenfensterbänke durch massive Basaltbänke ersetzt. Viele freiwillige Helfer und Spender, außerdem noch Handwerksbetriebe, die kostenlos die Bedachung und den Außenanstrich erneuerten. Dank großzügigen Spender/Innen konnte im Oktober 1998 durch Dechant Hans-Ludwig Leininger die Bronzeglocke gesegnet werden.

In regelmäßigen Abständen werden in der MTA-Kapelle Andachten abgehalten. Die Termine werden im Pfarrbrief angekündigt.

 

Maiandacht in der Kapelle Walldorfer Hof

An jedem Sonntag im Monat Mai findet die Maiandacht in der Kapelle Waldorfer Hof statt. Diese Andachten sind ein sehr alter, wahrscheinlich mehrere hundert Jahre alter, Brauch.  Der Lektor, ein echter Waldorfer "Jung" betet mit der Gemeinde. Viele schöne Marienlieder werden gesungen. Der Höhepunkt ist das Gebet um den Segen der Erde:

Großer Gott, allmächtiger Vater, alles ist deiner Macht unterworfen; du herrschest im Himmel und auf Erden; alle Geschöpfe und alle Kräfte müssen dir gehorchen; Feuer, Wasser, Hagel und Sturmwinde vollziehen dein Wort. Deine Gewitter steigen auf und lassen sich nieder, wo du willst. Blitz und Donner nehmen die Wege, die du ihnen zeigst. Du führst die Wolken und gießt den Regen aus; du gibst ihn dem einen Orte, und dem anderen versagst du ihn. Sieh, o Gott, mit demütigem Herzen bitten wir um dein Erbarmen und empfehlen alles deiner Macht und Güte. Halte ab, was schädlich ist, und gib alles, was gut und heilsam ist. Öffne die Hand deiner Milde und gieße Segen aus über Haus und Feld und über alles, was dein ist! Segne die Früchte der Erde; segne und erhalte sie, Damit wir dir Dankopfer bringen von den Erstlingen und deinen Namen preisen in Ewigkeit Amen.