1.Dank- und Bittfußwallfahrt nach Leutesdorf zur Heilig Kreuz Kirche

 

2.Fußwallfahrt von Hillesheim über Ochtendung nach Maria-Hilf in Koblenz

 

3.Fußwallfahrt zur immerwährenden Hilfe nach Lützel

 

 

 

 

 

Die 309. Dank- und Bittfußwallfahrt nach Leutesdorf zur Heilig Kreuz Kirche

 

Ende des 17. Jahrhundert wurde auch die Gemeinde Ochtendung gleich von 3 Katastrophen auf einmal heimgesucht:

Die tödliche Krankheit "Pest" wütete so stark, dass ganze Familien ausgerottet wurden,

eine schwere Feuersbrunst brannte ganze Straßenzüge nieder,

ein schweres Unwetter (Gewitter, Sturm und Hagel) vernichtete fast die ganze Ernte, so dass die noch Lebenden der Gemeinde einer Hungersnot nahe waren.

Damals legten die noch lebenden Pfarrangehörigen das Versprechen ab, in jedem Jahr am Fest "Kreuzerhöhung" eine Dank- und Fußwallfahrt nach Leutesdorf zur Heilig Kreuzkirche durchzuführen.

Aus dem gleichen Grunde baute in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein Bürger von Ochtendung auf seinem Acker neben den damals schon stehenden "Drei Kreuze" ein Heiligenhäuschen. Die "Drei Kreuze" soll, so die Überlieferung, im 30-jährigen Krieg (1618-1648) errichtet worden sein, weil an dieser Stelle 3 französische Offiziere beerdigt seien.

Deshalb wird bis heute bei der Wallfahrt bis zu den "Drei Kreuzen" und dort selbst der Rosenkranz für das Gedeihen, den Erhalt und den Segen der Feldfrüchte gebetet.

Als die Zeit der Industrialisierung kam, und viele Männer in den Jahren, in denen das Fest "Kreuzerhöhung" auf einen Werktag fiel, nicht an der Wallfahrt teilnehmen konnten, verlegte man die Wallfahrt auf den Sonntag.

In unserer Gemeinde ist seit langem Brauch, beim Beten des Rosenkranzes nach jedem Gesetz die FATIMA-Bitte: "O, mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen!" einzufügen, dies soll auch bei der Wallfahrt geschehen.

Hoffen und Beten wir, dass mit Gottes Hilfe auch in der Zukunft das Versprechen unserer Ahnen gehalten werden kann.

Allen Teilnehmern der Wallfahrt sagen wir Dank und auf Wiedersehen im nächsten Jahr.

Am Sonntag, den 27.04.2008 war es wieder so weit. Die Wallfahrer starteten um 6:30 Uhr ab der Pfarrkirche und zogen zu den „3 Kreuzen“, weiter ging es über Plaidt, Miesenheim nach Andernach. Seit dem die Fährverbindung von Andernach nach Leutesdorf eingestellt ist, wird der Teil der Rheinüberquerung statt mit der Fähre, mit dem Bus über Neuwied bis zum Rheintor in Leutesdorf gefahren. Dort warteten bereits die Gemeindemitglieder, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Gemeinsam wurde das letzte Teilstück zur Heilig Kreuz Kirche gegangen.

Um 10:45 Uhr begann der Wallfahrtsgottesdienst in der Heilig Kreuzkirche.

Im Anschluss hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit das “Heilige Kreuz” zu berühren.

Abschließend wurde im Klostergarten das „Lourdes-Lied“ gesungen. Bevor es zurück nach Ochtendung ging, stärkten sich die Wallfahrer beim gemeinsamen Mittagessen.

 

Wir beten, dass mit Gottes Hilfe wir Ochtendunger auch in der Zukunft das Versprechen unserer Ahnen halten werden. Allen Wallfahrern und Wallfahrerinnen  danken wir und sagen auf Wiedersehen im Jahr 2009!

 

 

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„Die Eifeler kommen!“

 

So heißt es jedes Jahr im Monat Mai in den Straßen von Ochtendung und viele Bürger stehen am Straßenrand und begrüßen die Pilger, wenn sie am 2. Tag ihrer Pilgerreise abends hier in Ochtendung halt machen.

 

 

Die 3-Tägige Fußwallfahrt startet in Hillesheim und führt über die Tagesetappenziele „Boos“, „Ochtendung“ zu „Maria-Hilf“ nach Koblenz. Die Wallfahrt wird von der Maria-Hilf-Bruderschaft Hillesheim 1844 e. V. organisiert.

 

 

 

An allen Tagen wird die Prozession von einer ca. 40 Personen zählenden Blaskapelle begleitet. Die Musiker musizieren nur in dieser Zeit gemeinsam – sonst spielen sie in verschiedenen Orten und Musikvereinen. Ein kleiner Bus folgt der Prozession und hilft allen Pilgern, die nicht mehr zu Fuß weiter gehen können. Das Gepäck wird mit einem Begleitfahrzeug transportiert.

 

 

 

In Ochtendung werden die WallfahrerInnen vor der Pfarrkirche begrüßt und mit Weihwasser gesegnet. In der Kirche wird gemeinsam der 2. Pilgertag mit Gebet und Segen abgeschlossen.

 

 

 

 

Bürger aus Ochtendung bieten den Pilgern Übernachtungsmöglichkeiten an. Man kann auch mit bereitgestellten Bussen zurück in die Heimatgemeinde zum schlafen fahren, der die Pilger am nächsten Morgen wieder zur Prozession bringt.

 

 

 

Sie geht um ca. 5:45 Uhr weiter über Bassenheim, Rübenach nach Koblenz-Lützel. Hier ist der Abschluss der Wallfahrt mit feierlichem Hochamt in der Maria-Hilf-Kirche. Am 3. Tag der Wallfahrt sind auch viele Ochtendunger mit dabei und in Orten Bassenheim und Rübenach kommen noch eine größere Zahl Pilger hinzu.

 

 

 

In den letzten Jahren hat die Teilnehmerzahl stetig zugenommen. Die Pilgerleitung würde sich freuen, wieder viele - besonders auch neue - Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Auskünfte zu Tageszeitplänen etc. werden von den örtlichen Brudermeistern gerne erteilt oder sie können sich an ihr Pfarrbüro wenden.

 

 

 

Aus dem Paulinus Archiv der letzten Jahre:

Hillesheim; mit Butterbrot und Blaskapelle drei Tage nach Koblenz gepilgert.

 

Regenschirm und Sonnencreme, Franzbranntwein und Butterbrot, vor allem aber das Pilgerbüchlein! All dies war gefragt bei der Maria-Hilf-Prozession von Hillesheim in der Eifel nach Koblenz. Seit 1844 findet diese Wallfahrt im Mai statt „zur Abwendung von Not, zum Lobe und zur Verherrlichung Gottes und zur Ehre seiner heiligen Mutter Maria“. 215 Fußpilger am ersten, 185 am zweiten, 260 (sowie 160 Buspilger) am dritten Tag setzten in diesem Jahr die Tradition fort, begleitet von einer 40-köpfigen Wallfahrts-Blaskapelle. Ziel war die Maria-Hilf-Kirche in Koblenz-Lützel.

 

 

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Fußwallfahrt nach Maria-Hilf

 

Am Sonntag, den 03. August 2008 wallfahrten die Ochtendunger ab 6:00 Uhr nach Koblenz-Lützel. Um 10:oo Uhr war die Pilgermesse. Pfarrer Pater James begrüßte und segnete die Wallfahrer/innen. Er dankte allen für ihr kommen. Anschließend war vor dem Gnadenbild der immerwährenden Hilfe eine Bitt- und Dankandacht.

 

 

Früher fand die Fußwallfahrt im März am Joseftag statt. Es wurden allgemeine und auch persönliche Anliegen als Grund genommen daran teil zu nehmen. Um nur einige zu nennen: Man ging mit, wenn ein Angehöriger im Vorjahr verstorben war und betete für ihn; ein Ehepaar hatte einen Kinderwunsch; ein Familienangehöriger oder man selbst war erkrankt und erhoffte sich Kraft dieses Kreuz zu tragen, man betete für den Frieden und die Not in der Nachbarschaft und in der Welt.

 

 

Auch in der heutigen Zeit gibt es gefährliche Entwicklungen, die uns Christen zum Gebet mahnen. Denken wir an den Glaubensschwund und den Mangel an geistlichen Berufen; an die Gefährdung von Ehe und Familie; an die Arbeitslosigkeit; an die Zerstörung der Umwelt.

 

 

In Koblenz-Lützel wird seit dem 18. Jahrhundert ein Gnadenbild der Muttergottes verehrt. Die Wallfahrten gehen zu dem Ort, von dem aus schon viel Segen ins Land gegangen ist und hoffentlich noch gehen wird. Viele Pfarrgemeinden und Bruderschaften aus der Eifel, dem Hunsrück, dem Westerwald, dem Rheingau und aus Nassau wallfahren seit Generationen jährlich nach Lützel zur Gottesmutter Maria und ihrem Sohn. Aber auch viele Gläubige finden sich dort ein, um Ihre ganz persönlichen Bitten vorzutragen und auch für die Hilfe zu danken die sie erfahren haben. Viele Danktafeln, an der Seite der Kapelle angebracht, weisen darauf hin.

 

“O Maria hilf!”

 

 

Geschichte von Maria-Hilf.

Im Jahre 1759 wird urkundlich ein Heiligenhäuschen erwähnt (wohl ein einfacher, gemauerter Bildstock). Eine Überlieferung berichtet von einem Mann, der auf dem Heimweg von Koblenz ins Maifeld von Räubern überfallen worden sei. In seiner Not habe er Maria gerufen und nach einer wunderbaren Rettung aus dieser Gefahr habe er, getreu einem Versprechen, an dieser Stelle ein Marienbildchen an einen Baum befestigt; zum Dank, aus Freude. Dieses Bildchen sei den Vorübergehenden eine Mahnung geworden und schon bald ein Ort des Besuches und des Gebetes. Dies ist es bis heute! Für die heutige Wallfahrtskapelle wurde am 15.10.1905 der Grundstein gelegt und am 07.06.1907 eingeweiht.